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Freitag, den 13.05.2016
Automatisierung jetzt auch für Laborproben

Wer kennt ihn nicht, den lästigen aber notwendigen Piekser beim Arzt? Doch was geschieht eigentlich nach der Blutentnahme mit der Probe? Hier kommen Analyselabore ins Spiel. Dort spielt Automatisierungstechnik beim Transport und der Verteilung der Proben eine immer wichtigere Rolle – mit einbaufertigen Handlingsystemen von Festo.

Nach der Blutentnahme werden in den Analyselaboren zunächst die individuellen Daten wie der Patientenname oder die zu ermittelnden Analysen erfasst, die über einen Barcode auf dem Probenträger abrufbar sind.

Als nächster Schritt folgt das Zentrifugieren, bei dem durch eine schnelle Rotationsbewegung das Blut in feste und flüssige Bestandteile separiert wird. Erst dann ist das Labor in der Lage, die Probe auf bestimmte Antikörper oder Viren zu überprüfen. Um dabei sichere Ergebnisse zu erzielen, müssen genau definierte Laborabläufe reproduzierbar, effizient und zuverlässig durchgeführt werden. Genau diese Anforderungen erfüllen automatisierte Anlagen.

Modulare Plattform für die Laborautomatisierung
Eine neuartige Laborplattform von Festo zeigt, wie die Zukunft der Laborautomation aussehen kann. Ihre neun Module demonstrieren den gesamten Prozessablauf: von der Präanalyse über den analytischen Prozess bis hin zu postanalytischen Verfahren.

Dazu gehören die automatisierte Handhabung einzelner Probengefäße, die dem Probenträger entnommen oder zugeführt werden, das Öffnen und Schließen von Probengefäßen und das Entnehmen und Zuführen von Flüssigkeiten im Nanoliterbereich. Wichtige Parameter sind dabei Dosierpräzision sowie Modularität, Flexibilität und Erweiterbarkeit der Anlage. Neben Komponenten von Festo können auch Produkte anderer Hersteller auf der Plattform integriert werden. So lassen sich Lösungen für jede Anwendung individuell gestalten.

Der Pipettierprozess im Fokus
Die Bearbeitung der Blutprobe läuft auf der Laborplattform vollautomatisiert ab, was am Beispiel des Pipettierprozesses deutlich wird: Zunächst bringt ein zentrales Transport-system die Blutprobe auf einem Probenträger zum Pipettiermodul. Dort transferiert eine sehr präzise Pipette eine definierte Menge an flüssigen Blutbestandteilen aus dem Entnahmeröhrchen in jedes Analysegefäß. Anschließend werden die Analysegefäße wieder über das Zustellsystem auf der Plattform zum nachfolgenden Modul im Prozess transportiert.

Das Flächenportal im Laboreinsatz
Mit einem klassischen 3D-Handling lassen sich Lastmassen bis zu mehreren hundert Gramm präzise und sicher bewegen. Es besteht aus einem elektrischen Flächenportal EXCM, das für die Bewegungen in der XY-Richtung einen maximalen Arbeitsraum von 360 mal 700 Millimeter abdeckt sowie einer elektrischen Achse EGSK für die vertikale Z-Bewegung für Hübe bis 100 mm. Komplettiert wird das System durch Schrittmotoren, Motorcontroller sowie einer Mehrachssteuerung, die dafür sorgen, dass die Blutprobe sicher alle Analyseprozesse durchläuft.

Weitere Informationen:
www.festo.com/labor

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Letzte Aktualisierung am 22.11.2017
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